KREATIVE UNTERHALTUNG


OHNE LANGEWEILE





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Da Gesellschaft

Schauen Sie nicht weg rufen Sie wenigstens die Polizei!

Wenn Hakenkreuze an den Wänden prangen, Aufkleber mit dem Slogan ‑Wir kriegen Euch alle! ins Blickfeld rücken, mir ein ‑Heil Hitler von der Wand entgegenspringt dann ist das ein Raum, der mich das Fürchten lehrt. Im Fachjargon werden diese Räume als ‑Angstzone bezeichnet.
Eine solche ist die Gegend um den S-Bahnhof Schweineweide. Nicht nur, dass diese braune Brause meine Augen trübt, nein, an jeder Ecke muss ich auch noch damit rechnen, eins in die Fresse zu kriegen. Ich kann mir nicht aussuchen, ob mit oder ohne Baseballschläger. Unter Umständen sehe ich mich einer ganzen Horde dieser Dumpfbacken gegenüber und werde zusammengelatscht. Das Gruseligste dabei ist , dass Sie zusehen. Oder wahlweise weg. Ja SIE! Gucken Sie nicht so pikiert über den Seitenrand!
Wie oft haben sie schon schnelle Füße gekriegt, wenn einige dieser braunen Randfiguren einen Anderen angepöbelt haben. Und danach zusammengeschlagen. Oh, Entschuldigung, dass konnten Sie ja nicht mehr sehen, SIE waren ja schon weg. Die Polizei war auch gerade nicht in Ihrem Telefon gespeichert. Ach, es war ein Funkloch? Oh. Das tut mir leid. Dem Opfer übrigens auch. Ich war gestern zu seiner Beerdigung.
Ja, ich gebe Ihnen ja in gewisser Weise recht. Einem braunen Mob würde ich mich glaub ich auch nicht an den Hals werfen. Schlagringe eitern so schnell nicht raus. Am besten ist es zu Hause vorm Fernseher darüber nicht nachzudenken, ob während ich meinen Döner esse dem anderen gerade auf unkomplizierte Weise die Zähne entfernt wurden.
Haben Sie noch Zeit auf ein Bier? Dann kommen Sie doch morgen Abend wieder. Wir könnten in die ‑Spreehexe gehen, oder in den ‑Eisenbahner. Das Publikum ist recht einfach und homogen. Ausländer werden Sie nicht fürchten müssen. Und Linke auch nicht. Eigentlich gar keine Opfergruppen. Die sind nur draußen. Man kann sich dort ordentlich einen hinter den Binder kippen und zum krölenden Abschluss am Abend Zecken klatschen. Oder Punks. Oder Fitschies. Oder keine Ahnung wer gerade dran ist. Irgendeinen trifft man schon.
Ach Sie gehen Abends hier nicht lang? Schade, hat was von Adventure. Aber wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja mal wieder... Vielleicht könnten wir ja mal nett im Fußgängertunnel Schweineöde spazieren gehen und wer weiß, wenn Sie's dann mal erwischt, ruf ich die Polizei.
Man kennt sich ja jetzt.
6.4.06 17:06


Rundbrief

(Wie Sie am besten angesprochen werden möchten)!

Wir wurden unter Androhung der Benotung aufgefordert, einen Brief an einen Politiker zu schreiben.
Das Thema wurde vorgegeben: ‑ Nennen Sie einem Politiker Ihrer Wahl Gründe, warum Politik so viele Jugendliche nicht interessiert und machen Sie Vorschläge, wie man diesen Zustand ändern könnte. und daher musste uns allein ‑die kurze Abwechslung zum ansonsten recht monotonen Schulalltag als Motivation genüge. Die Wahl, an welchen Politiker wir nun diesen Brief richten sollen, viel uns schwer (‑Ja,ja, die Unentschlossenheit der Jugend!...)wir erfüllen gerne Klischees) und so entschlossen wir uns, mit der (fadenscheinigen?) Begründung niemanden benachteiligen zu wollen, einen ‑Rundbrief zu verfassen.
In folgendem Text werden wir nun dir These unserer Lehrerin in 5 Punkten begründen und Lösungen für Sie, liebe(r) Politiker(in), aufzeigen!
Vielleicht erscheinen Ihnen einige der Lösungsvorschläge unklar, da wir nicht gewillt sind eine längere Begründung aufzuführen. Wenn wirkliches Interesse vorhanden sein ist, beantworten wir natürlich alle Fragen. Jedoch unter dem Aspekt einer Hausaufgabe und dem wahrscheinlichen Fakt, dass Sie nicht einmal selber diesen Brief lesen werden bzw. ihn aber nur mit einem Stirnrunzeln überfliegen, schien es uns zu Zeitaufwendig (‑Ja,ja die faule Jugend!..) alle Problemlösungsvorschläge vollständig zu erläutern.

Nun gut! Warum könnte sich also unsere Jugend nicht für Ihren Beruf und die von Ihnen behandelten Problematiken, Diskussionen, Ergebnisse etc. interessieren?
Vielleicht weil es nicht ihre Probleme sind, mit denen sich die Politik vorrangig beschäftigt. Wir meinen damit Probleme, die die Jugend direkt betrifft und nicht solche, die iiiirgendwaaann mal von Bedeutung für uns sein könnten. Und wenn doch einmal etwas für uns relevantes an der Tagesordnung ist, wird das Thema meist als unwichtig abgetan. Viele Jugendliche fühlen sich durch die von Ihnen (euch) entsannten und beschlossenen Gesetze unterdrückt und entmündigt. Ihr nehmt ihnen die Luft und Motivation zum Leben!
Wie ihr dieses Problem beheben könntet, liegt zwar auf der Hand, wir schreiben es trotzdem nochmal aus Spaß an der Freude auf.
Sprecht über Themen die uns interessieren und betreffen!
Wie wäre es z.B. mit der Legalisierung von Hanf (Kiff, Marihuana, Hasch,...)? Wobei wir wieder bei den Klischees sind ... denken Sie. Diese Problematik wählten wir jedoch aus einem anderen Bewegungsgrund heraus, als um nur einen Vorwand zu suchen um den ganzen Tag stoned in der Gegend rumzuhängen.
Nein! Mit der Legalisation von Marihuana würden Sie Arbeitsplätze schaffen (Es gibt so viele, die ihr Hobby all zu gerne zum Beruf machen würden), Steuern würden die leere Staatskasse auffüllen (Na, schon überzeugt?!) und auch viele kranke Menschen würden es Ihnen danken! Letzten Endes wäre da noch der sinkende Widerstand gegen alles und jeden in der Bevölkerung (Kiffen macht ja bekanntlich denkfaul), den man sich zu Nutzen machen könnte.
Um die Sache aber nicht einseitig zu gestalten, hier noch ein paar andere Themenanregungen: Warum wurde ‑Arabella abgesetzt? (Rassendiskriminierung, Bevormundung durch die Medien), ‑Nieder mit den Kondomen, Impfstoffe gegen alles finden! , ‑Bildung was ist das, wo bekommt man das her und ohne Moos nix los! , Warum werden Schwangerschaften unter 40 nicht mehr gefördert?

Gut, wir denken, dass reicht erstmal.
Aber sein Sie kreativ!!! (Kleiner Tipp: Repräsentative Umfragen ersetzen notfalls dieselbe.)

Kommen wir zum zweiten Problem.
Meistensverstehen wir Sie nicht! Und das im Doppelten Sinne.
Nicht nur, dass es uns an Verständnis (welch Wortspiel, welch Wortwitz) für den Inhalt ihrer Worte fehlt, nein!, sie sind uns gänzlich unbekannt!
Was gemeint ist; es fehlt uns an Wissen, Intelligenz und Lust uns mit eurer Politik auseinander zu setzen.
Fangen wir zunächst mit dem Mangel an Intelligenz an, gemeint ist die genetisch vorgegebene Leistungsfähigkeit des Gehirns. Unserer Meinung nach wird diese schon vor der Geburt/Zeugung negativ durch Schadstoffe in Luft, Wasser und Nahrung beeinflusst.
Daher fordern wir (Ja, ja, wir versetzen uns selbst in die Lage Forderungen stellen zu dürfen!) Schadstoffverringerung in allen Bereichen! ‑Nieder mit den McDonalds- Gürkchen und reißt alle asbestverseuchten Schulen etc. ab.
Zum Thema Wissen: Dieses sollte gefördert werden!
Hier einige Punkte die dies bewerkstelligen würden: setzt mehr neue Medien im Unterricht ein, stellt mehr junge Lehrer(innen) ein und verringert die Klassenstärken. Auch sind wir dafür, dass das Beamtentum abgeschafft wird und Lehrer nur noch auf Honorarbasis arbeiten
Außerdem wäre ein breiteres Angebot an schulischen und außerschulischen Aktivitäten innerhalb der Schule wunderbar, ebenso wie Fachkräfte im Unterricht (quasi dass das Fach Kunst von einem Künstler unterrichtet wird).
Die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule wäre höchstwahrscheinlich auch von lernförderndem Effekt.
Dies wäre zu erreichen, in dem man die Schüler an der Gestaltung des Schulgebäudes sowie des Unterrichts beteiligen würde.
Zur Lösung der ‑Null- Bock- Einstellung können wir nur folgendes sagen: ‑Wir leben in einer Konsumgesellschaft!- Es lebe die die Reizüberflutung und so... , was für Sie soviel bedeutet wie, Sie müssen entweder noch ‑krasser sein als alle anderen...
was soll heißen, Sie als Politiker(in) sollten ‑Schumiganzkörperanzüge tragen, was dann quasi Overalls wären, die über und über mit Slogans ihrer Partei bedruckt sind. Damit hätten Sie schon mal die volle Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Noch mehr für's Auge können Sie tun, wenn eine Klausel erlassen würde, die besagt, dass nur noch ‑Modelmaße in den den Bundestag einziehen dürfen.
Auch an der Medienwirksamkeit könnte noch gearbeitet werden. Sie sind unser ‑Star! Sie sind unser Vorbild! Können Sie sich noch an die Liebesriefe die Hitler damals bekam erinnern? Das kann für Sie nur bedeuten: Schnelle Autos, eicht bekleidete Frauen (nicht die Idealfigur vergessen, bitte!!), mehr Intrigen und Liebesdramen, und gestehen Sieh endlich ihren Drogenkonsum ein!- ‑Big Brother goes Bundestag!

... oder Sie handeln wie bei dem nächsten Lösungsvorschlag beschrieben.

Dieser betrifft die Problematik, dass die meisten jugendlichen nur über ein oberflächliches Selbstbewusstsein verfügen. Die meisten haben nicht den Mut um sich eine eigene Meinung zu erarbeiten, geschweige denn diese auch in der Öffentlichkeit zu vertreten.
Nun zu ihnen. Ganz im Ernst und vor allem vertraulich... wollen Sie an diesem Zustand wirklich etwas ändern??!
Wäre es nicht unkomplizierter das Selbstwertgefühl und Individualverhalten noch stärker, konsequenter und von Pubertät oder gleich von Geburt an zu schwächen bzw. zu unterdrücken?!! Nicht nur dass Sie Einsparungen in den sozialen Bereichen vornehmen könnten, nein, auch alle von uns aufgelisteten Problemfragen könnten getrost vergessen werden!
Wie Sie das am besten anstellen??? No Problemo!!!
Unbewusst Parteiwerbung wahrnehmen lassen und so alle Meinungen von vornherein einheitlich formen, lautet das Konzept.
Die Variante, bei der man beliebige Sequenzen in z.B. Kinofilme einspielt, ist Ihnen sicherlich bereits bekannt. Auch auf die Idee, dass man ein Gesetz erlassen könnte, wonach alle Menschen, ab dem sagen wir 6. Lebensjahr, sich CDs über Nacht anhören müssen, welche mit Parteiwerbung besprochen sind, sind Sie bestimmt schon längst gekommen. Es gibt in diesem Bereich aber sicherlich noch viele andere kostspielige und weniger kostspielige Möglichkeiten, an denen Sie sicher viel Freude hätten, doch die genialste unserer Meinung nach ist gleichzeitig die Lösung der Problemfrage 5!

Die Menschen im Allgemeinen und die Jugendlichen im Speziellen konsumieren zu viele Drogen. Also! (*grausames Lachen*), wenn Sie schon nicht Hanf legalisieren wollen, schaffen sie doch bitte alle Drogen ab ( Ja, auch Tabak, Kaffee, Schokolade, Alkohol, Aspirin etc.) und lassen Sie es nur noch eine Droge ! Und dann geht's auch schon ab mit dieser ins Grundwasser!!!
Damit sind wir schon am Ende mit der Erläuterung zu der Frage, wie man Jugend dazu bringen könnte, sich mehr für Politik zu interessieren! Lassen Sie es und beachten Sie einfach nur die letzten beiden Ratschläge!
Wir hoffen, wir konnten ihnen Helfen!!

Mit den freundlichsten Grüßen

Johanna und Piere
31.3.06 18:45


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