KREATIVE UNTERHALTUNG


OHNE LANGEWEILE





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Rundbrief

(Wie Sie am besten angesprochen werden möchten)!

Wir wurden unter Androhung der Benotung aufgefordert, einen Brief an einen Politiker zu schreiben.
Das Thema wurde vorgegeben: ‑ Nennen Sie einem Politiker Ihrer Wahl Gründe, warum Politik so viele Jugendliche nicht interessiert und machen Sie Vorschläge, wie man diesen Zustand ändern könnte. und daher musste uns allein ‑die kurze Abwechslung zum ansonsten recht monotonen Schulalltag als Motivation genüge. Die Wahl, an welchen Politiker wir nun diesen Brief richten sollen, viel uns schwer (‑Ja,ja, die Unentschlossenheit der Jugend!...)wir erfüllen gerne Klischees) und so entschlossen wir uns, mit der (fadenscheinigen?) Begründung niemanden benachteiligen zu wollen, einen ‑Rundbrief zu verfassen.
In folgendem Text werden wir nun dir These unserer Lehrerin in 5 Punkten begründen und Lösungen für Sie, liebe(r) Politiker(in), aufzeigen!
Vielleicht erscheinen Ihnen einige der Lösungsvorschläge unklar, da wir nicht gewillt sind eine längere Begründung aufzuführen. Wenn wirkliches Interesse vorhanden sein ist, beantworten wir natürlich alle Fragen. Jedoch unter dem Aspekt einer Hausaufgabe und dem wahrscheinlichen Fakt, dass Sie nicht einmal selber diesen Brief lesen werden bzw. ihn aber nur mit einem Stirnrunzeln überfliegen, schien es uns zu Zeitaufwendig (‑Ja,ja die faule Jugend!..) alle Problemlösungsvorschläge vollständig zu erläutern.

Nun gut! Warum könnte sich also unsere Jugend nicht für Ihren Beruf und die von Ihnen behandelten Problematiken, Diskussionen, Ergebnisse etc. interessieren?
Vielleicht weil es nicht ihre Probleme sind, mit denen sich die Politik vorrangig beschäftigt. Wir meinen damit Probleme, die die Jugend direkt betrifft und nicht solche, die iiiirgendwaaann mal von Bedeutung für uns sein könnten. Und wenn doch einmal etwas für uns relevantes an der Tagesordnung ist, wird das Thema meist als unwichtig abgetan. Viele Jugendliche fühlen sich durch die von Ihnen (euch) entsannten und beschlossenen Gesetze unterdrückt und entmündigt. Ihr nehmt ihnen die Luft und Motivation zum Leben!
Wie ihr dieses Problem beheben könntet, liegt zwar auf der Hand, wir schreiben es trotzdem nochmal aus Spaß an der Freude auf.
Sprecht über Themen die uns interessieren und betreffen!
Wie wäre es z.B. mit der Legalisierung von Hanf (Kiff, Marihuana, Hasch,...)? Wobei wir wieder bei den Klischees sind ... denken Sie. Diese Problematik wählten wir jedoch aus einem anderen Bewegungsgrund heraus, als um nur einen Vorwand zu suchen um den ganzen Tag stoned in der Gegend rumzuhängen.
Nein! Mit der Legalisation von Marihuana würden Sie Arbeitsplätze schaffen (Es gibt so viele, die ihr Hobby all zu gerne zum Beruf machen würden), Steuern würden die leere Staatskasse auffüllen (Na, schon überzeugt?!) und auch viele kranke Menschen würden es Ihnen danken! Letzten Endes wäre da noch der sinkende Widerstand gegen alles und jeden in der Bevölkerung (Kiffen macht ja bekanntlich denkfaul), den man sich zu Nutzen machen könnte.
Um die Sache aber nicht einseitig zu gestalten, hier noch ein paar andere Themenanregungen: Warum wurde ‑Arabella abgesetzt? (Rassendiskriminierung, Bevormundung durch die Medien), ‑Nieder mit den Kondomen, Impfstoffe gegen alles finden! , ‑Bildung was ist das, wo bekommt man das her und ohne Moos nix los! , Warum werden Schwangerschaften unter 40 nicht mehr gefördert?

Gut, wir denken, dass reicht erstmal.
Aber sein Sie kreativ!!! (Kleiner Tipp: Repräsentative Umfragen ersetzen notfalls dieselbe.)

Kommen wir zum zweiten Problem.
Meistensverstehen wir Sie nicht! Und das im Doppelten Sinne.
Nicht nur, dass es uns an Verständnis (welch Wortspiel, welch Wortwitz) für den Inhalt ihrer Worte fehlt, nein!, sie sind uns gänzlich unbekannt!
Was gemeint ist; es fehlt uns an Wissen, Intelligenz und Lust uns mit eurer Politik auseinander zu setzen.
Fangen wir zunächst mit dem Mangel an Intelligenz an, gemeint ist die genetisch vorgegebene Leistungsfähigkeit des Gehirns. Unserer Meinung nach wird diese schon vor der Geburt/Zeugung negativ durch Schadstoffe in Luft, Wasser und Nahrung beeinflusst.
Daher fordern wir (Ja, ja, wir versetzen uns selbst in die Lage Forderungen stellen zu dürfen!) Schadstoffverringerung in allen Bereichen! ‑Nieder mit den McDonalds- Gürkchen und reißt alle asbestverseuchten Schulen etc. ab.
Zum Thema Wissen: Dieses sollte gefördert werden!
Hier einige Punkte die dies bewerkstelligen würden: setzt mehr neue Medien im Unterricht ein, stellt mehr junge Lehrer(innen) ein und verringert die Klassenstärken. Auch sind wir dafür, dass das Beamtentum abgeschafft wird und Lehrer nur noch auf Honorarbasis arbeiten
Außerdem wäre ein breiteres Angebot an schulischen und außerschulischen Aktivitäten innerhalb der Schule wunderbar, ebenso wie Fachkräfte im Unterricht (quasi dass das Fach Kunst von einem Künstler unterrichtet wird).
Die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule wäre höchstwahrscheinlich auch von lernförderndem Effekt.
Dies wäre zu erreichen, in dem man die Schüler an der Gestaltung des Schulgebäudes sowie des Unterrichts beteiligen würde.
Zur Lösung der ‑Null- Bock- Einstellung können wir nur folgendes sagen: ‑Wir leben in einer Konsumgesellschaft!- Es lebe die die Reizüberflutung und so... , was für Sie soviel bedeutet wie, Sie müssen entweder noch ‑krasser sein als alle anderen...
was soll heißen, Sie als Politiker(in) sollten ‑Schumiganzkörperanzüge tragen, was dann quasi Overalls wären, die über und über mit Slogans ihrer Partei bedruckt sind. Damit hätten Sie schon mal die volle Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Noch mehr für's Auge können Sie tun, wenn eine Klausel erlassen würde, die besagt, dass nur noch ‑Modelmaße in den den Bundestag einziehen dürfen.
Auch an der Medienwirksamkeit könnte noch gearbeitet werden. Sie sind unser ‑Star! Sie sind unser Vorbild! Können Sie sich noch an die Liebesriefe die Hitler damals bekam erinnern? Das kann für Sie nur bedeuten: Schnelle Autos, eicht bekleidete Frauen (nicht die Idealfigur vergessen, bitte!!), mehr Intrigen und Liebesdramen, und gestehen Sieh endlich ihren Drogenkonsum ein!- ‑Big Brother goes Bundestag!

... oder Sie handeln wie bei dem nächsten Lösungsvorschlag beschrieben.

Dieser betrifft die Problematik, dass die meisten jugendlichen nur über ein oberflächliches Selbstbewusstsein verfügen. Die meisten haben nicht den Mut um sich eine eigene Meinung zu erarbeiten, geschweige denn diese auch in der Öffentlichkeit zu vertreten.
Nun zu ihnen. Ganz im Ernst und vor allem vertraulich... wollen Sie an diesem Zustand wirklich etwas ändern??!
Wäre es nicht unkomplizierter das Selbstwertgefühl und Individualverhalten noch stärker, konsequenter und von Pubertät oder gleich von Geburt an zu schwächen bzw. zu unterdrücken?!! Nicht nur dass Sie Einsparungen in den sozialen Bereichen vornehmen könnten, nein, auch alle von uns aufgelisteten Problemfragen könnten getrost vergessen werden!
Wie Sie das am besten anstellen??? No Problemo!!!
Unbewusst Parteiwerbung wahrnehmen lassen und so alle Meinungen von vornherein einheitlich formen, lautet das Konzept.
Die Variante, bei der man beliebige Sequenzen in z.B. Kinofilme einspielt, ist Ihnen sicherlich bereits bekannt. Auch auf die Idee, dass man ein Gesetz erlassen könnte, wonach alle Menschen, ab dem sagen wir 6. Lebensjahr, sich CDs über Nacht anhören müssen, welche mit Parteiwerbung besprochen sind, sind Sie bestimmt schon längst gekommen. Es gibt in diesem Bereich aber sicherlich noch viele andere kostspielige und weniger kostspielige Möglichkeiten, an denen Sie sicher viel Freude hätten, doch die genialste unserer Meinung nach ist gleichzeitig die Lösung der Problemfrage 5!

Die Menschen im Allgemeinen und die Jugendlichen im Speziellen konsumieren zu viele Drogen. Also! (*grausames Lachen*), wenn Sie schon nicht Hanf legalisieren wollen, schaffen sie doch bitte alle Drogen ab ( Ja, auch Tabak, Kaffee, Schokolade, Alkohol, Aspirin etc.) und lassen Sie es nur noch eine Droge ! Und dann geht's auch schon ab mit dieser ins Grundwasser!!!
Damit sind wir schon am Ende mit der Erläuterung zu der Frage, wie man Jugend dazu bringen könnte, sich mehr für Politik zu interessieren! Lassen Sie es und beachten Sie einfach nur die letzten beiden Ratschläge!
Wir hoffen, wir konnten ihnen Helfen!!

Mit den freundlichsten Grüßen

Johanna und Piere
31.3.06 18:45


Die Stimme

Es geschah alles an einem dieser typischen Abende. Man sitzt in seinem Zimmer, starrt an die Wand, steht auf, um sinnlos auf und ab zu gehen. Der Blick auf die Uhr, als würde man auf etwas warten. Tatsächlich könnte es so sein. Die Unruhe quält einen, und man wartet, wartet auf etwas, von dem man selbst nicht weiß, was es ist. Warten auf eine Person? Auf ein Ereignis? Auf die Situation, die das ungute Gefühl im Körper erklärt oder vielleicht sogar verschwinden lässt? Man schaltet sich etwas Musik ein, um sich abzulenken, bemerkt aber schnell, dass diese nur den Soundtrack zur Situation liefert. Unfähig, die Musik wieder auszustellen gerät man nun immer tiefer in den Strudel der Unausgeglichenheit. So würde, wie es aussah, auch mein Abend enden. Ich öffnete das Fenster, atmete die angenehm klare Abendluft und sah zum Nachthimmel hinauf. Etwas traurig musste ich an den Sternenhimmel über meinem Heimatdorf denken. Ich bedauerte, dass hier in der Stadt niemals richtig die Sterne zu sehen waren. Der Himmel ist in der Nacht stets erleuchtet. Ein orangefarbener Nebel, verursacht durch jede Straßenlaterne, verhindert die absolut ungetrübte Sicht hinauf ins All. Ich schloss das Fenster wieder, zog die Vorhänge zu und blieb in Gedanken an einen schöneren Sternenhimmel noch einige Zeit ruhig stehen. Plötzlich riss mich das Klingeln des Telefons aus meinen Träumereien. Ich wartete etwas, ließ es noch 4 Mal klingeln, bevor ich mich entschloss, abzuheben. War es dieser Anruf, auf den ich wartete? Ich meldete mich wie üblich mit einem schlichten ‑Hallo!, um Fremden nicht zu viel über mich preiszugeben. Am anderen Ende der Leitung antwortete eine sanfte, mir unbekannte Frauenstimme mit einem ebenfalls schlichten ‑Hallo!. Ich fragte, was ich für sie tun könne, doch sie schwieg. Ich wiederholte die Frage. Die Stimme im Telefon machte keinerlei Anstalten zu antworten. Sie war jedoch noch in der Leitung, das konnte ich am Atemgeräusch erkennen. Verwundert legte ich auf. Sie musste sich wohl verwählt haben! Meine Gedanken wollten zurück zum Sternenhimmel, da unterbrach der Ruf des Telefons alle Ansätze. Wieder ließ ich es 4 Mal klingeln. Dann hob ich ab. Diesmal schwieg ich, genau wie meine unbekannte Anruferin. ‑Was wollen Sie? fragte ich irgendwann etwas genervt. ‑Bleib bei mir! Die Stimme ließ sich ganz klar als die, einer jungen Frau identifizieren. ‑Leg bitte nicht wieder auf!, wimmerte sie halb flüsternd. ‑Ich will nicht alleine sterben! Ich erschrak, doch aus mir noch heute nicht nachvollziehbaren Gründen legte ich nicht auf. ‑Was haben sie?, fragte ich. Ihre Antwort ließ mich vor Schreck erstarren. ‑Ich sehe dem Blut zu, wie es sich mit dem Wasser vermischt. ‑Wo befinden sie sich? Ich werde jemanden rufen, der Ihnen hilft. ‑Nein!, beruhigte mich die Stimme. ‑Lass nur! Ich will keine Hilfe. Ich möchte nur nicht alleine gehen. Ich will, dass sich wenigstens einer an mich erinnert, wenn ich fort bin. ‑Bitte sagen Sie mir& ‑Nenn mich Lisa!, unterbrach sie. Ihr Tonfall offenbarte eine eigenartige Zufriedenheit. ‑Sag mir wo Du bist, Lisa! Sie seufzte. ‑Dafür wäre es zu spät! Steh mir bei, statt mich aufhalten zu wollen. Ich bitte Dich! Völlig hilflos kam ich mir vor. Was sollte ich tun? Wie konnte ich ihr helfen? Eines war leider klar. Sollte sie sich etwas angetan haben, würde kein Krankenwagen oder Notarzt rechtzeitig bei ihr sein. ‑Gut, wie kann ich Dir dann helfen? ‑Es ist schön, zu wissen, dass alles bald vorbei ist. Aber ich fürchte mich ein Bisschen vor dem Tod. Sag, glaubst Du, dass danach etwas Besseres kommt? Darüber hatte ich mir nie richtig Gedanken gemacht. Es war mir immer gelungen, dieses Thema zu meiden. Trotzdem antwortete ich: ‑Ja, ganz sicher! Lisa lachte erleichtert. Ich hörte, wie ihr Atmen allmählich schwächer wurde. ‑Erzähl von Dir!, hauchte sie. ‑Hast Du Kinder? Ich wollte immer Kinder haben. ‑Ja, eine Tochter. Sie ist jetzt 9. Ich musste daran denken, wie die kleine ruhig schlafend in ihrem Zimmer lag. Sie bemerkte nichts von diesem Telefonat, und sollte auch nie etwas davon erfahren. Im warmen Bett eingekuschelt träumte sie sicher von irgendwelchen Tieren, um die sie sich liebevoll kümmerte. ‑Sie möchte mal Tierärztin werden., fügte ich noch hinzu. Lisas Stimme wurde nun unheimlich kraftlos. Es schien, als konnte man spüren, wie das Leben langsam ihren Körper verließ. ‑Das ist schön&das ist&Hilf ihr, & ihre Träume wahr zu machen! Sie darf ihren Traum nicht verlieren! & niemals aufgeben! & den Traum&. Plötzlich war alles still. Ein platschendes Geräusch hatte sie unterbrochen. Ich vermute, das Telefon fiel ihr aus der Hand. War es vorbei? War sie schon tot? Darauf sollte es nie eine Antwort geben. Möglicherweise verließ sie nur ihre Kraft. Sicher ist aber, dass sie in dem Fall auch nur wenige Minuten später eingeschlafen und dem Leben entronnen wäre. Nun zerschnitt die automatische Telefonansagestimme die Stille. ‑Ihre Verbindung wurde unterbrochen& Ich sackte zusammen, und begann erst da zu realisieren und zu verarbeiten. Als ich wirklich begriff, brach ich in Tränen aus. Den Rest der Nacht saß ich zusammengekauert an der Heizung und weinte. Vielleicht hätte ich mich ja für Lisa freuen sollen, vielleicht hätte mir das auch egal sein können. Immerhin wusste ich ja nicht mit Gewissheit, dass sich Lisa an diesem Abend das Leben nahm. Ich hätte schließlich auch Opfer eines morbiden Telefonstreiches sein können. Fakt ist jedoch, dass ich nur noch weinen konnte& Tränen aus Mitleid, Tränen der Trauer, Tränen der Hilflosigkeit. 2 Tage später las ich in der Zeitung von Lisa, die mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrer Badewanne starb. Es hieß, niemand habe es vorhergesehen, und nichts habe auf ihren wahren mentalen Zustand hingewiesen. Angehörige beschrieben sie als rund um glücklich. Sie ist nur 24 Jahre alt geworden! Ich rief in dieser Nacht weder Notarzt noch Polizei. Ich habe es auch sonst niemals jemandem erzählt. Bis heute.

copyright by KafeeJunky
31.3.06 20:13





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