KREATIVE UNTERHALTUNG


OHNE LANGEWEILE





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Sabinchen war ein Frauenzimmer


1.
Sabinchen war ein Frauenzimmer,
gar hold und tugendhaft.
Sie lebte treu und redlich immer
bei ihrer Dienstherrschaft.

2.
Da kam aus Treuenbrietzen
ein junger Mann daher.
Der wollte Sabinchen so gerne besitzen
und war ein Schuhmacher.

3.
Sein Geld hat er versoffen,
in Schnaps und auch in Bier.
Da kam er zu Sabinchen geloffen
und wollte welches von ihr.

4.
Sie konnte ihm keins geben,
da stahl er auf der Stell'
von ihrer guten Dienstherrschaft
sechs silberne Blechlöffel.

5.
Jedoch nach achtzehn Wochen,
da kam der Diebstahl raus.
Da jagte man mit Schimpf und Schande
Sabinchen aus dem Haus.

6.
Sie rief: "Verruchter Schuster,
du rabenschwarzer Hund!"
Da nahm er sein Rasiermesser
und schnitt ihr ab den Schlund.

7.
Das Blut zum Himmel spritzte,
Sabinchen fiel gleich um.
Der böse Schuster aus Treuenbrietzen,
der stand um ihr herum.

8.
In einem dunklen Keller,
bei Wasser und bei Brot,
da hat er endlich eingestanden
die grausige Moritot.

9.
Und die Moral von der Geschicht':
Trau' keinem Schuster nicht!
Der Krug, der geht so lange zum Wasser,
bis dass der Henkel bricht.


Anmerkung:
Die erste und die neunte Strophe werden auf die gleiche Melodie gesungen,
alle anderen Strophen auf die Melodie der zweiten Strophe.
29.1.07 12:16


26.1.07 22:22


26.1.07 21:57


Busfahrt

Ah, willkommen, seid alle herzlich willkommen. Ihr, meine Gesichter, ich grüße euch, ihr weckt den Strom in mir, ich muss mich vor Nervosität zurechtrücken.. Ihr seid weit hergekommen: Aus Sümpfen gekrochen, packt ihr eure modrigen Unterseiten auf diese weichen Sitzkissenbezüge. Ihr seid erlesen, aus zuckenden Salzlachen gefischt, wie man euch mir, besser, wie ich mich euch entrissen habe, euch in Zeit und Raum verlor, so steht ihr noch immer mit Trennungsschmerz in den Zügen vor mir. Gesucht ward manchmal ihr von mir, oft auch mit gespreizten Mundwinkeln hinterher sehnend oder lachend, dröhnend laut brummend, penetrant sich wegwerfende Felder zur Linken, hechtsprüngige Wiesen, mit geschliffen gezogenen Wäldern zur Rechten. Panoramablicke aus Fliegen beschmierten Scheiben seid ihr, solange wir auf der Autobahnbusfahrt Gas geben, gebt ihr euer Bestes. Zeit schmeißt ihr weg, da ihr mich beglückt, und zornig wird der Himmel, oh nein, achte mehr auf's Wimmern, rastloses Auge: weint sie, die Natur, träufelt, weggewischtes Besorgen, denn Scheiben sind zum Durchschauen da und dort der Scheibenwischer wischt.
Doch worüber? Über Tränen, ja, doch Tränen worüber?
Über den verlorenen Knaben der sich selber sehend, sich seinen verflossenen Gesichter stellen müssend und ach der Liebe sehnend, dies als Zufälliges, als glückliches Können aufnimmt?
Es weint die Landschaft, meine, die draußen, es regnet, die Scheiben schmelzen weiterhin, oder nur Glas? Uns schütz also das Wasser? Die Regenplatte? Vor dem Wind und dem sich von uns Spiegelnden.
Uns, das sind: vollkörnig- lederne Durchhaltewangen, fettig silberne Kreuzworträtselmädels, blassblaue Kindersandalen, strukturbemühte Halbstarke, Vollstarke, Dialektstarke, Föhnfrisuren bis hin zu Fähigkeitsfrisuren, ungeduldige Ganggänger und Frontscheibenglotzer. Nun, in diesem kubischen Ich- Cocktail, diesem zeitlich sowie örtlich begrenzten Spiegelkabinett sollte ich mich doch richten, wenn schon nicht unterrichten können, oder?
Alte Floskeln, gewohnte Butterstullen, aufgewärmt Fremdes, aber vor allem abgelebte Neugierigkeit fässt sich in diesem Gefährt lauwarm grau an, wie abgenutztes Kinderspielzeug.
Dieser Plüschteddybär riecht muffelig, ja er beschert mir grizzlygroße Durfallgefühle.
Wieso kann man über abgeworfene Kleider nicht lachen?
Ja, der Nacken stellt sich- Zickzack- auf, ob Zeitungen oder feste Blick, ob Objekt oder nicht vorhanden, nicht nur bei mir, die Unterhosen zurren sich fest, möchten fremd bleiben, unter und bei sich, fremde Gerüche sich unerwünscht, zu Hause weiß man mehr, wem Hygenegefühl fehlt, reagiert man mit Langeweile.
Mottoliebende Mattscheiben bleiben aus, man kann ja nicht mal Livesendungen Linien getreu aufnehmen, geschweige denn für voll oder verarbeiten.
Sei es die örtliche Lawine außerhalb von innen, oder die nach außengestülpte Innerlichkeit auf den restlichen Sitzmöglichkeiten. Generell gilt: außer mir bleibt alles Rest.

Man kann Getränke bestellen.
Heiß, kalt oder ohne Temperatur, man kann aber auch den Nachbarn trinken oder sich mit Hilfe von schnell wechselnden Blicken einen Vollbusen- Halbglatzen- Drink zurechtmachen. Oder lassen. Die Stimmen der Zutaten laden dazu ein.
Nun schafft man es selten, den inneren, sozusagen hauseigenen Kellner davon zu überzeugen. Der Denkprozess landet im Mülleimer. Das Gehirn hat Sperrstunde, sobald die ersten Sinngäste betrunken sind. Lebt man trocken oder anonym, lassen sich in dieser Reisegesellschaft auch präzisere Rauschvarianten kreieren: Musische Drogen. Man wählt bei den wahlweise aus Stöpseln oder Ohrmuscheltellern schwappenden Substanzen stets zwischen elektronischem Erzeugnis oder akustischem Naturrohstoff.
Nun, mir wird leicht übel. Durcheinander herrscht vor, auch bei Sprichwörtern, die von Abstürzen wissen. Aber selbst in die größte Passivität zurückgezogen kommt man auch bei derartig rustikalen Tourismusorganisationen nicht an der differierenden Betäubungslaune meiner Ich-Passanten vorbei.. Im emotionalen Sinne gleicht dieser Raum einer einem Stahl-Beton- Konstrukt. Letzten Endes bleibt das Mobil aber freiheitlich- liberal, jeder bleibt steif.
Hingegen geworfene Scherzgefühle, erkitzelt jedoch das periodisch befestigte Klarsichtfolienquadrat, welches zum Ausstieg bei Gefahr ermutigt. Welche Gefahren meine Augen in diesem Zusammenhang darstellen, vermag mir leider kein Serviceteam zu verdeutlichen. Zumindest keins, in dem nicht auch ich betrunken werde, es gilt:
Besoffene Augen brechen Häufiger Beine als Fußballer.
Bevor ich mich hier nun übergebe, er erbricht sich der Bus diesem Gewitter meiner ständig wechselnden Empfindung, man nenne es auch meinen Körper. Wohl dem, der ihn erfassen, und nicht nur durch schwammartige Betastung erdfarben bzw. erfahren kann.
Glitzersternchen berieseln meine glotzenden Zustände (Fahrgäste), in bierbegossener Glückseligkeit dem letzten Kellner suchenden entgegen, und bestelle er auch Butter, man tränke ihm zu, wenn man noch könnte.
Doch jetzt heißt es: Einsteigen bitte.
Was darf ich ihnen bringen?
23.1.07 20:54


Eigene Wohnung! Was tun?

Bevor wir richtig anfangen, sollte zuerst die Frage geklärt werden, wann man am besten auszieht. Unter 18 lohnt sich nicht, da stellt das Jugendamt nur unbequeme Fragen, man ist nicht berechtigt Wohngeld zu beantragen und die einzige Begründung die bei den Ämtern Anklang findet lautet entweder, dass dich deine Eltern verhungern lassen und/ oder in den Keller sperren. Wenn du 20 +/- 1 Jahr bist, so hast du eigentlich genau das richtige Alter um in deine eigenen vier Wände zu ziehen. Solltest du 25 oder älter sein, ZIEH SOFORT AUS!! Alle Leute die zu spät ausziehen werden schrullig, das extreme Beispiel siehst du in Loriot's ‑Ödipussy.
Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist nicht so schwer, man muss nur die Augen offen halten. Anzeigen gibt es jeder Tages- oder Wochenzeitung, im Internet oder im Bürgeramt in deiner Nähe. Wenn in dem Angebot etwas von Provision steht, dann kannst du es links liegen lassen, es gibt auch genügend Angebote, bei denen kein Makler mit im Spiel ist, den man bezahlen muss. Wohnungsbaugesellschaften verlangen zum Beispiel so gut wie nie Provision. Anders verhält es sich bei der Kaution. Um die zu umgehen brauchst du eine selbstschuldnerische Bürgschaft von deinen Eltern. Manche Eltern sind da etwas skeptisch, da sie sich mit einer solchen Bürgschaft verpflichten, für alle Schäden zu haften, die eventuell entstehen, während du dort wohnst. Also ganz nett fragen und Papas Lieblingsessen kochen.
Finger weg von Wohnungen mit Gasheizungen und Staffelmiete. Beides frisst Geld wie Heu.
Wenn man in eine eigene Wohnung zieht, braucht man natürlich auch das Geld um sie zu bezahlen. Natürlich sind deine Eltern gesetzlich dazu verpflichtet Unterhalt zu zahlen, aber das allein reicht nicht aus, es sei denn deine Eltern sind Millionäre. Ein Nebenjob muss also sein. In Zeiten von Prüfungsstress rate ich dringend davon ab , es einige Leute gibt die dieser Doppelbelastung nicht standhalten.
Wenn dein Gesamteinkommen (Unterhalt + Nebenverdienst) unter 500 € liegt, bist du Wohngeld berechtigt. Wenn du den Antrag ausfüllst, musst du darauf achten, dass aus deinen Angaben hervorgeht, dass du dich von deinem Elternhaus gelöst hast. Das bedeutet im konkreten: du musstest ausziehen, weil dein altes Zimmer nun anders genutzt wird, die Miete geht von deinem Konto ab und nicht von dem deiner Eltern, dein Nebenverdienst sollte um die 150 € betragen.
Wenn du vom Wohngeldamt einen Negativbescheid bekommst, bist du berechtigt Hartz IV zu beantragen, dasselbe gilt für den Fall wenn du Bafög beantragt hast und eine Ablehnung erhältst.
Wenn du dann eine Wohnung hast und bevor es an' einrichten derselben geht, schaust du dir zuerst deinen Strom- und (wenn nun doch vorhanden) deinen Gaszähler an und notierst jeweils die Zählernummer und den Zählerstand. Mit diesen vier Nummern rufst du bei deinem jeweiligen Strom- und Gasversorgern an und meldest dich damit an.
Was das einrichten deiner eigenen vier Wände angeht, so musst du nicht den gesamten Hausrat neu kaufen. Wahrscheinlich brauchst du noch nicht einmal zu fragen, Oma hat für dich bestimmt 20 verschiedene Bettbezüge und garantiert noch mal doppelt soviel Besteck und Geschirr.
Waschmaschine, Kühlschrank und anderes findet ihr in der Zeitung ‑Zweite Hand, da gibt es alles und billig und wenn du Glück hast findest du das was du suchst in der Rubrik ‑zu verschenken. Wenn es da noch an Möbeln fehlt, es gibt ja noch IKEA.
Zum Abschluss bleibt noch die Frage: Was tun wenn's brennt?
Die antwort lautet nicht brennen lassen.
Am besten schließt du sowohl eine Hausrats- als auch eine Haftpflichtversicherung ab, so ein Rohrbruch geschieht schneller als man denkt.
Für alle Zahlungen die du für deine Wohnung zu leisten hast, richtest du einen Dauerauftrag ein, so kann nichts schief gehen, von Einzugsermächtigungen rate ich ab, da sich einige Unternehmen gerne beim fälligen Betrag irren.
Wenn jetzt noch irgend etwas schief geht, weiß ich auch nicht, denn diese Anleitung ist an und für sich narrensicher.
Viel Spaß bei der Einweihungsfeier, bei der du keinen weißen Teppich auslegen solltest. Ich spreche da aus Erfahrung. Das ding ist bis heute, trotz Chlor eine Mischung aus Rotwein- Rot und Asch-grau.

-emmpee
19.1.07 23:28


Berlina Luft

Ick jing ausm Haus und dachte, mir komt son Aliän entjejen, bis ick so merkt, dass dit nur so ne französische Bulldogge is, der de Ogen zu weit ausm Kopp jetreten sind! Ick fragte mir, ob dat vieh tatsache so berbast duftete, da ick dachte, dit wärn so ville Fliejen , die um dit Vieh herumschwirrtn. Doch dann las ick dit Schild, uff dem stand: „Ein französischer Flohzirkus ist in Köpenick!!“ Dat war dann nu wohl der Werbehund...
Ick lief weita und man mag it kom globen, für mir selbt ne riesje Überraschung, ne Mutantenschnack griff mir janz dreist an und wollte mir einfach meen Täschchen mopsn. Die Beinabeet, die ick im Ballett jelernt hab , wandte ick asn, um den dreisten Räuber „DIE SCHNACKE“ niedazulatschn. Dit Mutantenvieh fiel zu Boden und brach sich nen Flügl. Ick konnt mir dit Lachn nich verkneifen, als se aning zu heuln...
Danach musste ick erstmal in den nahejelejenen Park, unter nen riesen Boom lejen. Zu meim Erstaun must ick feststelln, dass dit Spideamän war, der sich da vor mir wom Boom abseilte, Der Typ stand so vor mir und zückte uff enmal ne Parücke, setzet se uff und frachte im selben Moment, ob a denn weg lofen dürfe!? Ick antwortete: Na kla! Aba nur mit wehende Haar und de Arme wedelnd inna Luft!! Und so rannte er nu davon und vaspritzte aus Vasehn sein Spinnnetz inna Jejend...
Ick war von die Ereignisse noch völli jeplättet und trat de Flucht na Hause an. Doch dann jeschah dat Unglooblichste. Ick bekam n Anruf und keena war dran.
17.1.07 19:39


16.11.06 14:34


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